Einschätzung zur Eignung als Besuchsbegleithund

Bitte senden Sie für die Anmeldung diesen Erst-Fragebogen_2018 an die Geschäftsstelle von Leben mit Tieren e.V..

Die Hunde, die über den Verein „Leben mit Tieren e. V.“ in den Hundebesuchsdienst gehen, müssen freundlich, sicher und belastbar sein. Um diese Voraussetzungen festzustellen, werden alle Hunde von einer Tierärztin mit der Zusatzausbildung Tierverhaltenstherapie auf ihre Eignung als Besuchsbegleithund eingeschätzt (Grundlage ist die Anlehnung am standardisierten Eignungstest, der an der Freien Universität Berlin entwickelt wurde.)

  1. Die Anforderungen, an das Mensch-Hund-Team in den Einsätzen sind sehr vielseitig. In der Einschätzung zur Eignung als Besuchsbegleithund werden durch Tierärztinnen mit einer Zusatzausbildung in Tierverhaltenstherapie folgende Gesichtspunkte berücksichtigt:
  2. Der Hund muss in jeder Situation von seinem Halter kontrolliert werden können. Das erfordert, dass der Hund auf ein Signalwort des Halters unmittelbar und richtig reagiert.
  3. Der Hund darf nicht übermäßig ängstlich auf ungewohnte, neue Umweltreize reagieren, wie z.B. auf das geräuschvolle Umfallen und Zerbrechen von Gegenständen, auf die Erscheinung eines Rollstuhles oder auf fahrige Bewegungen von Personen sowie auf laute Stimmen in extremen Tonlagen. Mögliche Schreckreaktionen des Hundes dürfen weder in angstbestimmte, unkontrollierte noch in aggressive Handlungen münden.
  4. Der Hund sollte nicht sofort abwehrend oder ängstlich auf leichte Schmerzreize reagieren, wie sie leichtes Anrempeln, Zupfen am Fell oder Rute und dergleichen darstellen können.
  5. Der Hund sollte möglichst spielfreudig und aufmerksam sein sowie sich durch ein freundliches Wesen auszeichnen.

Der Test stützt sich auf Teile des Campbell-Tests sowie auf einen Test von van der Borg et al., der zur Voraussage von Verhaltensproblemen entwickelt wurde.

Die Einzelhandlungen wurden in folgenden Gruppen zusammengefasst:

  •  Gehorsamkeit des Hundes
  •  Reaktion des Hundes bei freundlicher Annäherung
  •  Reaktion des Hundes bei (bedrohlicher) Annäherung gegenüber dem Hund selbst und auf eine dem Hund bedrohlich erscheinende Annäherung gegenüber seinem Halter/seiner Halterin
  • Reaktion des Hundes auf schreckverursachende Ereignisse

 

Für einen genaueres Verständnis von dem Ablauf, können Sie sich hier eine Fotodokumentation ansehen.

Kosten:

Die Einschätzung zur Eignung als Besuchsbegleithund kostet für zukünftige Mitglieder 25 Euro plus 50 Euro Mitgliedsbeitrag für das laufende Kalenderjahr. (Für den aktiven Besuchsdienst ist die Mitgliedschaft aus versicherungstechnischen Gründen notwendig.)

Für Nichtmitglieder kostet der Test 200 Euro (ohne Rückerstattung).